Artikel für Emotion.de mit Gudrun Schönhofer-Hofmann

Wie die Mutter, so die Tochter: „Ist Glück genetisch bedingt?“

Würden Sie sich als Optimist oder Pessimist bezeichnen? Wir glauben gern, dass unsere innere Einstellung bereits Berge versetzen kann. Ganz nach dem Motto: Immer schön positiv denken! Doch lässt sich unser Glücksbarometer wirklich allein dadurch messen? Scheinbar nicht, denn die Gene haben mehr Einfluss auf unser Glück als uns manchmal lieb sein dürfte.

„Glücksempfinden ist eine Sache der Veranlagung“

Unsere Gene werden uns in die Wiege gelegt, bevor wir auch nur etwas dagegen tun können. Bereits nach der Zeugung ist für den Menschen bereits entschieden worden, ob er zu einem gesunden Glücksempfinden im Leben neigt oder nicht. Wissenschaftlich wurde diese Erkenntnis ebenfalls untersucht. Wissenschaftler von Universitäten in Großbritannien, den USA und der Schweiz haben laut einer Untersuchung von mehr als 1000 Zwillingspaaren herausgefunden, dass ungefähr ein Drittel der Unterschiede im Glücksempfinden vererbt wird.

Weitere wissenschaftliche Erforschungen ergaben, dass das vererbte Gen, welches das Protein zum Serotonintransport (Glückshormon) kodiert, einen starken Einfluss hat, ob wir mehr oder weniger Glück empfinden können. Dies zeigt einen weiteren Einfluss der genetischen Eigenschaft auf das Glücksempfinden eines Menschen.

Fallbeispiel: Der vererbte „falsche“ Mann

Ein klassisches Beispiel ist der „falsche“ Mann, den bereits die eigene Mutter und später die Tochter auswählen. Vererben wir also auch unsere Männerwahl? Ja, zumindest genetisch gesehen. Wie alles im Leben hat auch die Suche nach Mr. Right mit dem eigenen Resonanzfeld zu tun, im Falle des rücksichtlosen, unliebsamen Mannes die innere Überzeugung, sich selbst nicht genug Wert zu sein. Die Mutter war in ihrer Zeit möglicherweise machtlos, eine Trennung zu vollziehen, und entschied insgeheim, dass Männer  „schlecht“ sind. Diese Überzeugungsmuster legen sich in den Genen der Tochter fest. Daher lohnt der Blick, sich den früheren Strukturen von Mutter und Vater, gar den Großeltern, bewusst zu werden. Warum? Weil wir erst dann ein Bewusstsein dafür schaffen können, dass wir uns jetzt für eine respektvolle und gleichwertige Partnerschaft entscheiden können.

Neuprogammierung: Alte Muster abwerfen und neu definieren

Bewusstwerdung ist die Lösung! Was heißt das? Die große Kunst daran ist, sich bewusst zu werden, welche Glaubenssätze in einem selbst das unsichtbare Unwesen treiben. Diese bestimmen, was wir denken. Also was denken Sie, werten Sie, haben Sie heute schon entschieden, was morgen ist?

Erster SOS-Plan für die Erkennung der eigenen Veranlagung:

  1. Identifizieren Sie automatische Glaubenssätze und alte Überzeugungen
  2. Eliminieren Sie den alten Glaubenssatz
  3. Kreieren Sie einen eigenen, zeitgemäßen Glaubenssatz, der aus Ihnen entspringt
  4. Gedanke schafft Materie bedeutet, dass das Unterbewusstsein den Anweisungen des eigenen Denkens folgt

Die Macht der Zusammengehörigkeit

Das eigene Glücksempfinden hängt also maßgeblich davon ab, wie unsere Familie gelebt hat. Wenn die eigene „Sippe“ im Allgemeinen glücklich leben konnte, dann ist es für die folgenden Familienmitglieder einfacher, sich Glück zu erlauben. Ist die Familie allerdings viel Drama gewohnt oder hat viel Leid erleben müssen, kann man ein Grundrauschen von Dramatisierung messen, die den späteren Familienmitgliedern eine Zugehörigkeit zur Familie sichert. Das soll nicht heißen, dass sie es genetisch nicht könnten, sondern dass sie es nicht gewöhnt sind und es daher proaktiv einschalten müssen.

 

Über das Buch:

Die geheime Macht des Clans: Verstrickungen lösen, Ressourcen erschließen, erfüllt leben

Verlag Books on Demand, Norderstedt
Taschenbuch, 120 Seiten, € 19,00 (D)
Softcover ISBN 978-3-7392-1995-0

E-Book ISBN 978-3-7380-5453-8, € 7,49

Mehr zum Buch und Autor unter www.rootfinder.eu.

 

 

Über die Autorin:

Gudrun Schönhofer-Hofmann (47) coacht seit 2004 mit Methoden aus dem Bereich des systemischen Coachings in eigener Beratungspraxis in der Nähe von Bonn. Die professionelle Basis legen langjährige Studien sowie Ausbildungen in den Bereichen Familien-, System, Organisations-, Systembrett- und systemische Strukturaufstellungen. Weitere Schwerpunkte sind das Coaching mit Pferden sowie Kompetenzen in Homöopathie, Psychologie, Naturheilkunde und Akupunktur für Tiere. Gudrun Schönhofer-Hofmann verfügt über Erfahrungen aus mehr als 3.500 Coachings (Stand: 2015). Schönhofer-Hofmann ist Mutter zweier erwachsener Kinder und leitet ihr eigenes 25 Hektar großes Pferdegestüt, den „Paulinenhof“.  Mehr dazu unter www.paulinenhof.eu.